GLUCE-Erfinder-Interview mit Daniel Graffe

Daniel Graffe ist als einer unserer ersten Erfinder mit seinem Unternehmerjournal bei GLUCE angedockt und ihr könnt es bereits im GLUCE-Shop erwerben. Damit Ihr auch die Person hinter dem Produkt kennen lernt, haben wir mit ihm ein GLUCE-Erfinder-Interview geführt. Wir werden GLUCE-Erfinder-Interviews mit jedem unserer zukünftigen Erfinder/Gründer führen und auf unserem Youtube-Kanal zu veröffentlichen. 

Das Unternehmerjournal:

Das Unternehmerjournal ist Zeitmanagement für das 21. Jahrhundert. Durch den Fokus auf das absolut Wesentliche kann man sich wieder entspannen und frei machen von den tausenden Kleinigkeiten, die tagtäglich um unsere Aufmerksamkeit buhlen.

Die Unternehmerjournal fungiert als tägliches Journal, dass ambitionierten Erfindern, Gründern und Unternehmern bei der Planung ihres Tages hilft und sie durch den Tag hindurch begleitet.

Jedem Tag einen selbstgewählten und klaren Fokus zu geben macht den Arbeitsalltag leichter und freier. Statt uns selbst Druck zu machen, Stress zu empfinden und die Freude an unserer Selbstständigkeit zu verlieren finden wir durch einen Fokus zurück zum Flow und zur Freude. Ohne Druck können wir unser Potenzial wirklich frei entfalten.

Ähnlich wie ein Achtsamkeitsjournal fungiert das Unternehmerjournal als Wissensquelle und Tagebuch. Der Kern, die Tagesplanungsseite wurde zusammen mit der Community Results Rockstars entwickelt, optimiert und basiert auf dem Besten was die Ratgeber zum Themen Produktiväts-, Zeitmanagement und Gewohnheiten zu bieten haben. Zu guter Letzt erleichtert das Journal das tägliche arbeiten, da es eine wunderschöne Vorlage zur persönlichen Tagesplanung bereitstellt. Mit dieser ist es logisch und leicht zu arbeiten und es macht auch noch unbändige Freude darin zu schreiben, zu malen und seine persönlichen Resultate sichtbar und messbar zu machen. 

Das GLUCE-Erfinder-Interview mit Daniel Graffe:

Wir stellen euch das Interview mit Daniel auf zwei Wegen zur Verfügung:

GLUCE:  Hallo Daniel, vielen Dank, dass du dir die Zeit für dieses GLUCE-Erfinder-Interview nimmst. Bitte stelle dich unseren Zuschauern und Lesern kurz vor: 

Daniel:  Mein Name ist Daniel Graffe, ich bin 39 Jahre alt ich bin gebürtiger Mainzer, hab, weil ich Ingenieur bin lange in Süddeutschland gelebt und gewohnt. Aber mich hat es wieder zurück in die Heimat verschlagen und von Beruf bin ich freiberuflicher Ingenieure und wir beraten anderen Firmen dabei ihre Datenstrategien zu entwickeln und aus ihren Daten wertvolle Erkenntnisse zu sammeln, speziell im Forschungs- und Entwicklungsbereich sind wir da sehr aktiv und machen Algorithmus Entwicklung. 

GLUCE: Dein bester Einkauf in letzter Zeit? 

Daniel: Das ist einfach. Ich habe mir eine neue Surfausrüstung gekauft und zwar speziell eine Surfausrüstung zum „Wing foilen“. „Wing foilen“ ist eine komplett neue Wassersportdisziplin, die es erst seit einem Jahr gibt und ich habe so viel Spaß wie die letzten 30 Jahren nicht mehr beim Surfen und dies hat meine Lebensqualität massiv erhöht. 

GLUCE: Welches Buch hat dein Leben stark beeinflusst? 

Daniel: Ganz klar die „Four Hour work week“, ein absoluter Klassiker von Timothy Ferriss. Da gilt wirklich der Spruch: „Don’t judge it by the cover“. Also da sieht man ja auch auf dem Cover, soweit ich mich erinnere, zwei Palmen und einen Unternehmerder in der Hängematte zwischen diesen zwei Palmen hängt und chillt. Und dann ja, laut der Überschrift des Buchs, auch nur noch vier Stunden die Woche arbeitet. Dem ist nicht so, ich glaube es geht vielmehr darum nur noch vier Stunden die Woche Sachen zu tun die man nicht gerne tut und die restliche Zeit an Dingen zu arbeiten die einem Freude bereiten. Das Buch ist oft ein bisschen missverstanden aber es hat wirklich mein Leben verändert, weil es für mich der ausschlaggebende Punkt war in die Selbstständigkeit zu starten und nicht mehr als Ingenieur in Anstellung zu verweilen.  

GLUCE: Welche Erfahrung hat dein Leben nachhaltig beeinflusst? 

Daniel: Also, was mein Leben wirklich nachhaltig verändert hat, beruflich, ist ganz klar: Ich habe früher oft gedacht, auf was habe ich eigentlich Lust, was bringt mich weiter, was ist für mich sinnvoll, wo habe ich irgendwie eine Form von Fortschritten bei meinem Business und diese Denkweise, von der musste ich mich sehr langwierig lösen und einfach denken, was hilft dann anderen Leuten, also was hilft meinen Kunden, was hilft meinem Geschäftspartner, was hilft den Mitarbeiter, was hilft dem Kollegen, was hilft einfach anderen. Dadurch, dass man eben kundenzentriert denkt, dass man geschäftspartnerzentriert denkt, erreicht man dann eigentlich das was man für sich selber eigentlich gerne haben wollte fast automatisch und das hat mein Leben verändert. Immer wieder wenn ich merke irgendwas funktioniert gerade nicht, es ist etwas anstrengend, es ist schwer, es fühlt sich nicht gut an, dann liegt eigentlich daran, dass ich mich selber fokussiere und nicht auf die anderen Leute und sobald ich anfange mich auf die andere Leute zu fokussieren geht es mir auch selber wieder besser und ich merke auch, dass ich selber dadurch viel glücklicher bin und auch meinen Zeilen dadurch dann tatsächlich immer näher komme und nicht durch dieses an sich selber denken. 

Ich würde sagen privat ist es wirklich, dass klingt jetzt sehr spirituell ist aber sehr praktisch, nicht mit den Gedanken ständig entweder bei dem zu sein was man heute zu tun hatte oder bei dem zu sein was man morgen tun soll sondern privat dann wirklich die private Zeit, die Freizeit zu genießen und im Hier und Jetzt zu sein. Es gibt ein tolles Zitat, was ich dazu mal gelesen habe: „Wer mit einem Bein in der Zukunft steht und mit einem Bein in der Vergangenheit steht, der pisst auf die Gegenwart.“ Das ist also sozusagen die Spiritualität für Hands-onUnternehmer, weil wir ja schon dazu tendieren auch wenn wir private Zeit verbringen mit den Gedanken wieder am nächsten Tag zu sein, in der nächsten Woche, bei dem Ziel zu sein oder halt eben bei dem was in der Vergangenheit war. Es hat mein Privatleben enorm bereichert zusagenegal was jetzt sonst so war, jetzt sitze ich hier mit meiner Familie und esse oder liege auf der Couch und dann ruhe ich mich jetzt auch aus und bin nicht gedanklich woanders. 

GLUCE: Hast du eine typische Morgenroutine? 

Daniel: Ja habe ich definitiv. Bei mir ist es ganz klar so, dass ich schon alles mögliche an Morgenroutinen ausprobiert habe. Dies ist auch ein „on-going process“, die verändern sich immer wieder. Um es ganz kurz zu sagen, morgen findet bei mir alles statt was extrem wichtig ist und vielleicht durch Termine, Stress oder Verpflichtungen gefährdet werden könnte. Das heißt, da gehört Sport und Meditation dazuda gehört alles dazu was in diese Kategorie fällt und das verändert sich bei mir immer, aber die Routine an sich besteht seit zig Jahren und im Moment sieht die so aus, dass ich morgens eine Atemübung mache, die auch sehr meditativ ist, dann mache ich ein bisschen Yoga und dann im Anschluss kalt dusche und mir Gedanken zu dem Tag mache der vor mir liegt, so ein bisschen journale, was mir gerade im Kopf umgeht und dann startet der Tag. Das dauert alles in allem mit Zähneputzen und ein bisschen Kaffee trinken und rumchillenmaximal eine Stunde und dann geht’s los. 

GLUCE: Was machst du, wen du dich überfordert oder unkonzentriert fühlst? 

Daniel: Wenn mich etwas so beschäftigt, dass ich nicht weiterkomme oder dass ich an etwas länger rum denke oder ich merke, ich krieg so richtig schlechte Laune, schlechte Energie, dann ist mein Life-Hack zu sagenwenn dem so ist dann stelle ich mir gerade die falsche Frage. Zum Beispiel, eine falsche Frage könnte sein warum ist mir das jetzt passiert oder warum kommen wir da an dem Projekt nicht weiter. Das könnte eine falsche Frage sein, weil ich darauf im Moment keine Antworten finde. Dann suche ich bessere Fragen, die mir helfen. Wenn ich bei meinem Projekt nicht weiterkomme, wäre die bessere Frage, wer kann mir da jetzt helfen oder mit wem muss ich jetzt sprechen. Das ist eine viel einfachere Frage als wieso kommen wir da jetzt nicht weiter. Man merkt es auch schon in der Formulierung: Wieso kommen wir da nicht weiter, da kriege ich als Antworten Probleme und Gründe genannt wieso wir nicht weiterkommen, dass hilft aber nicht dabei das Problem zu lösen. Wenn ich mich aber frage, mit wem muss ich sprechen, wer kann mir helfen, was kann ich jetzt als nächstes tun, dann ist das eine viel bessere Frage. Wir Menschen stellen uns automatisch Fragen und gehen dann davon aus, dass das automatisch die richtige Frage ist. Dem ist aber nicht so und auf schlechte Fragen bekommt man eben schlechte Antworten. Es ist wie beim Googlewenn man bei Google nichts findet dann liegt das nicht daran dass es das nicht gibt oder dass Google zu blöd ist es zu finden, sonder es liegt daran, dass man nach dem falschen Sachen sucht. 

GLUCE: Was hast du studiert? Hilft dir das in deiner aktuellen Position? 

Daniel: Ich habe studiert und zwar an einer kleinen technischen Hochschule. Das war eine coole Zeit. Ich habe Wirtschaftsingenieurwesen studiert mit Schwerpunkt Produktentwicklung. Und wenn man jetzt weiß was ich tue, nämlich Produkte entwickeln und Lösungen erfinden (ich bin jetzt kein krasser Tüftler aber ich habe ganz oft Konzeptideen) und wenn man jetzt hört, dass ich Wirtschaftsingenieurwesen mit Produktentwicklung studiert habe, dann denkt man das passt ja super, nur leider geht es bei dem Studiengang überhaupt nicht darum Produkte zu entwickeln. Die Hauptfächer waren Thermodynamik, technische Mechanik, Statistik, Leichtbau und nichts davon kann ich aktuell wirklich gebrauchen. Was ich aber gebrauchen kann ist tatsächlich der Abschluss und der Titel, weil der mir schon viele Türen geöffnet hat. Gerade im angelsächsischen Bereich ist Diplom Ingenieures Titel immer noch sehr wertvoll. Weil die halt sagen „Ogerman engineer, he must be ist super good“. Das hat mir sehr viel gebracht und außerdem habe ich im Studium gemerkt, dieses freie Arbeiten, dieses selbst verantwortlich sein, das kann ich gut, damit kann ich gut umgehen, das macht mich glücklich so zu arbeiten und ich kann so auch performern. Und es macht mich nicht glücklich von einem Chef gesagt zu bekommen wann nicht arbeiten soll oder wann ich welche E-Mail schreiben soll und deswegen war das Studium trotzdem gut aber rein inhaltlich habe ich davon jetzt nicht mehr so viel was ich gebrauchen kann. 

GLUCE: Was sind die Meilensteine deiner Karriere? 

Daniel: Also ganz oberflächlich bin ich nach Studium in ein Maschienenbauunternehmen eingetreten als Ingenieur in der Entwicklungsabteilung. Dort habe ich damals Entwicklungsprojekte geplant, koordiniert, betreut und so weiter.  Dann habe ich irgendwann dort in die Produktsicherheit gewechselt. Das klingt jetzt formaler als es war, da hat man sich damit beschäftigt was für Gefahren gehen von diesen Produkten aus, wie kann man die lösen. Es war super spannend, man ist viel auf der Welt rumgekommen und hat sich mit allen möglichen Gesetzen in allen möglichen Ländern auch auseinandergesetzt. Dann habe ich noch mal ein Abstecher in die Automobilindustrie gemacht und war dort auch wieder zuständig für eine automobil Baureihe und die Projektplanung gemacht und Projekte koordiniert. Oder wie ich gesagt habe, wenn mich jemand gefragt hat was ich beruflich mache: „Ich bin Kindergärtner für Ingenieure.“ Ingenieuren entwickeln immer so lange an einem Produkt bis man es ihnen wegnimmt und ich muss zu denen das irgendwann wegnehmen und sagen ja das ist jetzt fertig du kannst jetzt hier etwas Neues zum Spielen haben. Das hat mir immer viel Spaß gemacht aber was mich damals immer so ein bisschen gestört hat, war das mir ständig Sachen erschwert wurden wenn ich gute Ideen hatte oder dass ich eben mich an diese ganzen Regeln halten musste, die in einem großen Konzerne existieren und deswegen habe ich irgendwann gesagt, ich muss mich eigentlich selbständig machen, um ein Stück weit freier denken und handeln zu können. Das mache ich dann jetzt eben seit fünf Jahren, dass ich freiberuflich als Ingenieur tätig bin oder eben als Unternehmer, wie auch immer man das jetzt in dem einzigen Kontext sehen möchte. 

GLUCE: Wie ungeduldig bist du auf einer Skala von 1 bis 10? 

Daniel: Also meine Geduld hängt ganz stark vom Kontext ab. Also ich würde sagen im Kontext Patenkind oder im Kontext Leuten denen ich surfen beibringe, bin ich extrem geduldig. Im Kontext, dass ich mit Partnern zusammen ein Produkt entwickele oder ein Event plane oder sonst etwas mache, da bin ich sehr ungeduldig weil ich diesen Gedanken habe Geschwindigkeit ist wichtige im Unternehmen. Geschwindigkeit ist im Business einfach Key und es muss nicht perfekt sein aber es muss schnell sein. So ähnlich habe ich witziger Weise auch studiert, also ich war jemand der sehr schnell studiert hat und passable Noten hatte und nicht extrem gute Noten. Also Antwort auf einer Skala von 1 bis 10, bin ich eine 7 bis 8. 

GLUCE: Hast du Erfahrung mit Blockchain und Kryptowährungen? 

Daniel: Blockchain und Kryptowährung ist ja erst mal ganz weites Feld also viel weiter als man so denkt, wenn man sich das erste Mal einliest. Ichatte an sich beruflich keine Kontakte außer dass man das ich auf Messen oder Events bin, wo dann auch die entsprechenden Vertreter von diesen Unternehmen oder Lösungen dabei sind. Ich finde es mega spannend 

GLUCE: Was ist für dich Innovation? 

Daniel: Da gibt es ein tolles buch dazu: Zero to One“ von Peter Thiel, wo er da so seinen Senf, so verstehe ich das Buch, dazu gibt. Ich als Ingenieur würde sagen es ist eine Grauzone. Es gibt Revolution und Evolution. Revolution findet immer dann statt wenn auf einmal zum Beispiel eine komplette Industrie disruptiert wird, zum Beispiel E-Commerce. Als der ganze Onlinehandel angefangen hat, wurde der ganze stationäre Handel, der ganze Einzelhandel erst mal auf eine die Probe gestellt. Die mussten sich teilweise neu erfinden, die haben neue Segmente dazu gewordenalte Segmente verloren und so weiter und so fort. Es hat sich sehr viel verändert, das war eine Disruption und das ist eine ganz klare Innovation. Nichtsdestotrotz sind die Zutaten, die zu dieser Innovation geführt haben, nichts neues gewesen. Es gab auch damals schon direkt Versand oder Direkthandel, es gab Paketdienstleister, es gab Webseiten. Das heißt, für mich ist das eine Grauzone zwischen, ich kombiniere Elemente zu etwas Neuem, die dann das Potenzial haben wirklich eine Veränderung darzustellen und ich kombiniere Elemente zu etwas Neuem, die es einfach nur ein bisschen besser machen. Also was wir natürlich in der Automobilindustrie sehr viel gemacht haben und da war mir das tatsächlich auch zu wenig Innovation in der Automobilindustrie, weil so ein Auto fährt immer noch mit einer sehr steinzeitlichen Technik. Nämlich das da irgendwie eine Explosion stattfindet und dadurch ein Stück Stahl von einem anderen Stück Stahl weggetrieben wird und dadurch wird der Hebel bewegt der dann wie bei einer Dampflokomotive Vorschub schafft. Das heißt die Innovation ist in dem Fall nur, diesen Prozess immer besser zu kontrollieren und immer mehr Elektronik drum herum zu bauen aber die Technologie dahinter ist immer noch sehr steinzeitlich. 

Super interessante Frage! Wenn ich sie in einem Satz beantworten müsste, würde ich sagen alles hat vor Nachteile, wenn ich ein Auto schneller machemuss ich damit gewisse Nachteile in Kauf nehmen, wenn ich ein Auto stabiler mache wird es schwerer, wenn ich wenn ich ein Handyakku leistungsfähiger mache wird eher grösser und damit unhandlicher. Das heißt ich habe immer Gegenspieler in einer Produktentwicklung und wenn diese Gegenspieler sich einfach nur verschieben, dann ist das keine Innovation, denn jeder kann ein Handy leichter machen und dann weniger Akku Leistung produzieren, jeder kann mehr Akku Leistung rausholen in dem er das Handy schwerer macht. Aber wenn jemand mehr Akku Leistung bei gleichem Gewicht oder bei sogar weniger Gewicht hinkriegt dann ist eine Innovation. So würde ich das für mich definieren. 

GLUCE: Bitte beschreibe dein Produkt in wenigen Worten. 

Daniel: Ich habe ein Journal entwickelt was Erfindern, Selbständigen und Unternehmern dabei hilft ihre Arbeitszeit sinnvoll zu gestalten und zwar so, dass sie schnell vorankommen (Geschwindigkeit ist Key, haben vorhin schon mal gesagt) und dabei keinen Stress empfinden. Und das funktioniert eben auf eine Art und Weise, dass man sich einfach bessere Fragen stellt, die richtigen Fragen stellt und nicht unbewusst in den Arbeitstag startet sondern sich kurz einen Moment Zeit nimmt, innehält und einmal überlegt was ist eigentlich das Ziel, was will ich eigentlich machen, warum will ich das machen, ist das das richtige Ziel für heute und wie mache ich das jetzt. 

GLUCE: Wie bist du auf die Idee dahintergekommen? Was hat dich inspiriert? 

Daniel: Ich beschäftige mich mit dem Thema, wie kann ich eigentlich produktiv sein, wie kann ich meine Zeit organisiert seit meinem Studium. Ich habe da auch glaube ich inzwischen wahrscheinlich alles was es an wichtiger Literatur zu dem Thema gibt dreimal durch und habe da auch alles mögliche schon ausprobiert und habe wie viele andere auch immer wieder das Rad neu erfunden und meinen eigenen Weg gesucht oder hybrid Wege gesucht aus verschiedenen Lehrmeinungen. Aber draufgekommen bin ich jetzt tatsächlich dadurch, dass ich 2008 einen fast tödlichen Unfall hatte und mir in dem Moment klar geworden ist wie wichtig eigentlich Lebenszeit ist und wie wenig Lebenszeit man auf einmal haben kann, wenn man dann mit dem eigenen Tod mal konfrontiert wird. Da habe ich in der Zeit nach diesem Unfall einfach mal erlebt was es eigentlich bedeutet jeden Tag aufzustehen und zu sagen ich bin dankbar, dass ich heute aufstehen darf auch wenn vielleicht irgendwie alles weh tut und ich vielleicht heute wieder eineinhalb Stunden Reha Übungen machen muss. Und dann habe ich mich eben Stück weit damit beschäftigt, wie kann ich mir dieses Gefühl (es verschwindet wieder) wie wichtig und wertvoll eigentlich Lebenszeit ist bewahren. Dann habe ich überlegt, kann ich das nicht irgendwie in mein Journaling einbauen und bin dann draufgekommen, dass es eben Leute gibt, die tolle Journals dazu geschrieben haben, die waren mir aber persönlich zu sehr auf Dankbarkeit und positives Denken getrimmt. Ich findenur weil ich dankbar bin heißt das ja nicht, dass ich nicht auch was erreichen darf im Leben oder was machen darf, was ich wichtig finde, was ich vielleicht den nächsten fünf Jahren erreichen will oder nächsten 20 Jahren oder auch nur heute. Und da gab es halt gar nichts in dem Bereichder einfach mal diese zwei Welten zusammengebracht hat, dieses ganze Dankbarkeit/positive Denken Thema und wie komme ich eigentlich schnell zum Ziel, wie kann ich eigentlich mir die richtigen Fragen stellendie richtigen Ziele setzen und das Zusammenbringen das wollte ich erreichen. Und das gab es nicht und deswegen habe ich gesagt ich mach es selber.  

GLUCE: Welches Problem löst dein Produkt? 

Daniel: Ich habe zu dem Thema Zeitmanagement dann angefangen Workshops zu geben, weil ich selber so spannend fand, wie kann man eigentlich seine Lebenszeit wirklich sinnvoll nutzen und zwar sinnvoll auf zwei Ebenen. Die eine Ebene ist wirklich den Moment genießenes hilft ja nichts in der Zukunft zu sein und zu sagen wenn ich dieses Ziel erreiche, dann geht es mir gut. Sondern ich will den Weg dahin genießen und ich will trotzdem nicht einfach nur unterm Baum sitzen und meditieren, sondern ich will ja auch irgendwie Ziele erreichen. Dabei ist herausgekommen, dass ganz viele selbständige Unternehmer, Erfinder und Gründer eigentlich ständig im Stress leben, weil sie glauben, dass sie nur im stress produktiv sind. Also ich muss mir Druck machen, ich muss mir Stress machen damit ich was erreiche und dieses Problem wollte ich lösen. Man muss nicht im Stress arbeiten, man kann mit Spaß arbeiten, man kann mit Freude arbeiten, man kann seine Arbeitszeit genießen genauso wie man seine Freizeit genießen kann, wenn man eben das richtige Mindset dazu entwickelt und auch die richtige Struktur dazu entwickelt. Das Problem wollte ich unbedingt lösen und ich glaube es ist ein Stück weit gelungen, für die Leute die mit dieser Lösung was anfangen können ganz klar.  

GLUCE: Welche Probleme hattest du bei der Produktentwicklung? 

Daniel: Klar, also wenn man mal was Neues machtdann gibt es Probleme oder Herausforderungen und ich glaube das ist auch ein gutes Zeichenweil ansonsten würde das bedeuten, dass man es schon mal gemacht hat und dass man irgendwie schon weiß wie der Weg zu gehen ist. Also wenn man was nicht weiß ist das ein gutes Zeichen, dass man auf dem Weg ist was Neues zu machen. Ich bin da sehr blauäugig ran gegangen, ich habe gesagt so ein Buch herauszubringen, das ist ja maximalen eine Aktion von drei Monaten, das mache ich mal so schnell nebenbei. Ich habe dann festgestellt, dass das meine Herangehensweise einfach die falsche Reihenfolge war. Also ich habe mir zum Beispiel viel zu spät wirklich Gedanken um die Positionierung und um die Vermarktung gemacht. Ich habe viel zu früh bereits das Produkt entwickelt, ich habe nicht die richtigen Leute am Anfang gekannt. Wie bei jedem Projekt, das man das erste Mal macht, wusste ich einfach noch nicht wie es geht, wenn ich jetzt ein zweites Mal machen müsste wäre es viel leichter. Das ist wie bei jeder guten Produktentwicklung einfach dann auch ein steiniger Weg gewesen und deutlich aufwändiger als ich mir das vorgestellt hatte.  

GLUCE: Abschließende Ratschläge für deine Erfinder Kollegen? 

Daniel: Mein größter Fehler ist immer etwas nicht zu tun, wenn ich eine gute Idee habe die nicht umzusetzen oder zu lange damit zu warten. Ich habe mich noch nie darüber geärgert einen Fehler zu machen, ich habe mich noch nie darüber geärgert, dass es nicht geklappt hat aber ich ärgere mich darüber, wenn ich etwas nicht getan habe. Gerade bei guten Ideen ist es manchmal so, die müssen auch zur richtigen Zeit umgesetzt werden und wenn man von der Idee begeistert ist, wenn man der Meinung ist dass das die beste Idee aller Zeiten ist dann sollte man sie umsetzen und nicht zu lange warten weil irgendwann kommenwie Arnold Schwarzenegger sagt, die ganze Neinsager und dann kommen auch die eigenen Zweifel und irgendwann ist die Energie und den Schwung aus dem Projekt raus und dann wird dieses Projekt nie das Licht der Welt erblicken und man weiß aber nicht was passiert wäre wenn man es einfach mal durchgezogen hätte ohne zu lange zu warten und es perfekt machen zu wollen, diesen ganzen Quatsch, sondern einfach mal machen und dann hinterher gucken. Da kann man es immer noch perfektionieren, wenn es cool ist. 

GLUCE: Vielen Dank für deine Einblicke. Möchtest du noch deine Social-Media Profile promoten? 

Daniel: Ja, gerne. Also am besten folgt man mir auf Instagram (@dgraffe), da bin ich gut erreichbar. Da poste ich eigentlich alles was ich so tue, zum Beispiel auch den aktuellen Podcast, den ich jetzt als Spaßprojekt gestartet habe. Das ist ein surf Podcast, beidem ich ProfiSurfer, die überall auf der Welt wohnen, interviewe und damit erfülle ich mir eigentlich so einen eigenen kleinen Traum, weil ich gerne Profi-Surfern rede, da ich früher immer einer werden wollte. Das macht mir unheimlich viel Freude und den Surfer da draußen auch. Wenn jemand also Surfer ist, kann er da gerne mal reinhören. Ansonsten für alles andere was ich tue, ist Instagram eine gute Anlaufstelle, da bin ich auch gut erreichbar also wenn man ihr Kontakt aufnehmen wollt, einfach aufschreiben und dann melde ich mich auf jeden Fall. 

 

 

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