Zweites Erfinder-Interview mit Tobi Deckert, Gründer der ShredRack GmbH

Tobi Deckert (Webseite / Instagram) ist als unser zweiter Erfinder mit einer Vielzahl an Produkten bei GLUCE angedockt. Er ist der Gründer von ShredRack und Tronature. Damit ihr auch die Person hinter seinen Produkten, wie dem ShredRack, einem aufblasbaren Dachgepäckträger, kennen lernt, haben wir mit ihm ein GLUCE-Erfinder-Interview geführt. Wir finden das Interview sehr interessant und möchten es euch deshalb nicht vorenthalten.

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Das GLUCE-Erfinder-Interview mit Tobi Deckert:

Wir stellen euch das Interview mit Tobi auf zwei Wegen zur Verfügung:

– Als Video auf unserem Youtube-Kanal: GLUCE-Erfinder-Interview mit Tobi Deckert

– Als Interview Transkript in diesem Blogbeitrag:

Gluce: Bitte stelle dich kurz vor:

Tobi: Ich bin der Tobi Deckert, bin Produktentwickler und Wirtschaftsingenieur und komme eigentlich aus dem Extremsportbereich und habe das auch immer mein ganzes Leben so durchgezogen und bin jetzt hier bei euch. Vielen Dank dafür, dass ich das Produkt vorstellen kann oder auch meine Firma und da freue ich mich drauf. Ich bin 33 Jahre. Mittlerweile wohne ich im Süden von München am Chiemsee, hier oben auf dem Berg und hier habe ich auch mein Büro, meine kleine Werkstatt und kann von hier aus ganz gut handeln.

Gluce: Dein bester Ratschlag auf persönlicher Ebene:

Tobi: Also mein bester Ratschlag auf persönlicher Ebene ist, dass man sich mit dem Paretoprinzip beschäftigt. Also viele kennen es wahrscheinlich schon, also die 80 20 Regel, aber die wirklich im Detail zu verstehen, dass man nur einen ganz kleinen Anteil von seinen persönlichen Themen die man so hat, das die ausschlaggebend sind für die Resultate die man erreicht und wenn man diesen kleinen Anteil eben nimmt, dass man den noch einmal optimiert und nochmal dieses Paretoprinzip darauf anwendet und dann im Endeffekt quasi eine Tätigkeit hat die ausschlaggebend ist für alles. Genauso wie wir jetzt auch gerade sprechen, ist es einfach eine super coole Sache, um jetzt irgendwo wieder weiter die Firma irgendwo zu beleuchten oder halt einfach vorzustellen.

Gluce: Dein bester Einkauf in letzter Zeit?

Tobi: Also einer meiner besten Einkäufe ist tatsächlich meine Drohne, die habe ich eigentlich immer dabei und die macht einfach super schöne Bilder an denen ich mich erfreue weil ich einfach gerne Erinnerungen einfange und mir das später wieder anschaue, ein Video herausschneide, das irgendwie nutze fürs Marketing und ja es halt eine gute Mischung aus Business und Sport und Freizeit weil das mit dazu gehört so.

Gluce: Welches Buch hat dein Leben stark beeinflusst?

Tobi: Ein wesentliches Buch, was ich richtig verschlungen habe, war „Hirn Tuning“ von Dave Asprey, das ist der Typ der im Silicon Valley am Gehirn forscht und auch den Bulletproof Coffee, den kennen die meisten, der ein bisschen Energie liefert. In dem Buch geht es eben darum, dass man leistungsfähig bleibt. Also er stellt halt auch vor wie das Gehirn funktioniert, was man alles dafür tun kann und da bin ich auch ein krasser Verfechter davon, weil ich denke es kann super viel im Leben passieren, dass Dinge auch schief laufen, man finanziell irgendwo schwierig ist, im Umfeld schwierig ist, aber das Gehirn funktioniert immer weiter und damit kann man auch wieder auf neue Ideen kommen, kann neue Sachen umsetzen und so lange das funktioniert ist bei mir alles in Ordnung und entspannt und dafür tue ich halt das Maximum und es sind ein paar super coole Ansätze drin im Buch. Also vor allem was Ernährung angeht, die Bewegung, was man noch an Routine tun kann, mit Licht und Umfeld um eben halt auch langfristig da leistungsfähig zu bleiben.

Gluce: Welche Gewohnheiten haben dein Leben nachhaltig beeinflusst?

Tobi: Ja, hättest du mich vor fünf Jahren gefragt, ob ich Yoga mach, hätte ich gesagt: „Hey, du spinnst wohl?!“. Tatsächlich mache ich jetzt jeden Tag ein bisschen Yoga und diese Gewohnheit hat mich oder bringt mich echt nach vorne, also es ist nicht nur dass man sich irgendwie ein bisschen bewegt, sondern es löst in der Früh bei mir Dinge, es ist auch ein Teil der Morgenroutine, so dass ich einfach viel entspannter im Tag bin und mir es einfach echt besser geht. Also sowohl beruflich als auch privat im Sportbereich es bringt echt enorm. Also ich habe es total unterschätzt.

Gluce: Hast du eine typische Morgenroutine?

Tobi: Also meine Morgenroutine, die ist mittlerweile fast schon über eine Stunde, das hat sich auch so angestaut oder die hat sich auch entwickelt so in die Richtung muss man sagen. Es ist auch nicht so, dass man sagt „schnipp“ und jetzt hat man im Morgenroutine, sondern man probiert viele Dinge aus und schaut dann was funktioniert für einen selber. Es fängt bei mir so an, dass ich erstmal einen Liter Wasser trinkt in der Früh, dazu habe ich ein paar Nahrungsergänzungsmittel, zum Beispiel Ginko, OPC oder Magnesium und schaue einfach, dass ich dem Körper das gebe was er gerade irgendwie auch haben will, was gut für ihn ist und dann geht es los, dass ich mal die Faszien erstmal ausrolle und das ist der Moment wo ich dann auch mich trigger oder ich setze mir verschiedene Trigger, um dann auf die nächste Stufe in der Morgenroutine zu kommen. Das heißt Keiner, behauptet ich, kann aus dem Bett aufstehen und sofort irgendwie 30 Liegestütze machen aber wenn ich erst mal aufstehe, erst mal die Faszien mache und so weiter, dann komme ich schon in so eine Stimmung, dass ich das halt gerne machen will und dann habe ich so ein kleines Hit-Training, also so ein Intervalltraining was ich mache. Danach eine kleine Yoga-Einheit, dann versuche ich noch eine Meditation, wenn es klappt. Geht aber nur wenn ich die Ruhe habe. Danach mache ich mir einen schönen Frühstücksshake in denen ich immer lustige Sachen rein packe, die halt gerade da sind und dazu, während ich den trinke, mache ich mir den Tagesplan, schreibe also auf was ich mir vornehme, für was ich dankbar bin, was ich in der Woche erreichen will und dann priorisiere ich halt alles und startet dann Vollgas durch.

Gluce: Was machst du, wenn du dich überfordert oder unkonzentriert fühlst?

Tobi: Überforderung, wichtiger Punkt, also man entwickelt ja auch irgendwann so eine Stierhaut dagegen, sage ich mal. Ich habe oft den Moment, wo ich an die nervlichen Grenzen komme, weil einfach viel auf einen einprasselt. Das Erste was da hilft ist erst mal einfach nur rausgehen. Raus, frische Luft, Durchatmen. Und dann ist es in meinem Fall halt völlig auspowern, also ich muss den Berg hoch rennen, knall mich dann runter und gebe mir quasi die Adrenalinspritze. Irgendwie am Schirm, an Skiern, am Kite oder wie auch immer und dann bin ich wieder geresetet und dann geht’s auch wieder los. Aber natürlich kann jetzt auch nicht jederzeit irgendwie schnell mal irgendwo hinfahren, aufs Wasser oder sonst was und da muss man halt seine Wege für sich finden. Wen ich zum Beispiel einen Migräneanflug habe, dann muss ich mich halt hinlegen und da habe ich eine MRT-Matte (=Magnet-Resonanz-Therapie). Die hat verschiedene Programme, die dann durchlaufen und das hat mir den letzten Jahren super viel geholfen und ist für mich gut in stressigen Situationen.

Gluce: Hast du ein verstecktes Talent?

Tobi: Mein verstecktes Talent ist glaube ich mein räumliches Vorstellungsvermögen in Kombinationen mit der Umsetzungspower. Also das sieht man mir jetzt nicht an wahrscheinlich aber ich gehe da relativ offen durch die Welt und sehe dann die Welt auch mit den Augen eines Entwicklers: Wo sind Produkte die man da vielleicht bräuchte, die genau diesen Zweck erfüllen. Ich kann mir die auch gleich vorstellen, wie die aussehen würden und kann eben auch gleich umsetzen, sodass ein Prototyp draus werden kann und das mache ich eben auch super gerne und da bin ich auch gut drin.

Gluce: Was hast du studiert? Hilft dir das in einer aktuellen Position?

Tobi: Berufliche Laufbahn, spannendes Thema. Ich denke da oft darüber nach, auch zur jetzigen Zeit. Jetzt habe ich halt doch schon 30 Jahre in meiner Entwicklung rein investiert und denke mir so, hat es das jetzt alles gebracht, ja oder nein? Ich hatte schon damals fürs Abi Englisch-LK, Wirtschaft-LK und dann Physik-, Mathe-Grundkurs, weil es immer so bei mir das Interesse aus Technik, Wirtschaft und so war. Dann habe ich auch mein Studium als Wirtschaftsingenieur weiter gemacht, konnte viele Praktika machen, Berufserfahrung sammeln und stehe jetzt am Ende da und denke mir so, was brauche ich davon eigentlich noch? Letztendlich nutze ich dieses Wissen schon, wende es an. Aber die Halbwertszeit des Wissens ist heutzutage so gering, gerade durch unsere online Vernetzung. Im Online-Marketing zum Beispiel, da kommt man am Lehrstuhl gar nicht mehr hinterher, was der Stand der Dinge ist. Deswegen gibt es echt viele Themen, die eignet man sich besser schnell im Netz an, sucht die und holt sich auch wirklich den ausgewählten Content her. Auf der anderen Seite, diesen Stempels mit der Unterschrift drauf zu haben, man ist jetzt Ingenieur. Ohne den hätte es jetzt auch gar nicht funktioniert oder wäre auch gar nicht möglich gewesen jetzt ein Bankkredit zu kriegen, überhaupt die Glaubhaftigkeit zu kriegen. Unsere Produkte haben ja doch irgendwo einen sicherheitsrelevanten Faktor und diesen theoretischen Input, dem man da aus der Vergangenheit mitnimmt, den brauche ich dann schon jetzt auch dazu ganz klar.

Gluce: Was sind die Meilensteine deiner Karriere?

Tobi: Ich habe immer so diesen Kompromiss gesucht aus Technik und Sport. War am Anfang in der Luftfahrt Branche, viel hat mich interessiert, habe am Triebwerk vom Eurofighter herum geschraubt, habe für die Raumstationen Teile konstruiert, die da oben rum fliegen und Schwerelosigkeitexperimente gebaut und habe dann gemerkt: Das ist alles einfach zu trocken, es muss jetzt irgendwie weitergehen und habe dann nochmal einen Master drauf gesetzt. War reisen, habe im Ausland studiert und bin dann zu Skybox gekommen, hier ins Chiemgau, dass ist eine kleine Firma die Gleitschirme, Kites und Eventzelte produziert oder entwickelt und verkauft. Und habe dort eben auch den schönen Kompromiss eben auch wiedergefunden, aus einem coolen Team, mit coolen Produkten und gleichzeitig war der sportliche und technische Anspruch irgendwie da. Ich habe wahnsinnig viel lernen können, war viel im Ausland, war in China mehrere Monate, habe viele Kontakte schließen können, super viel gelernt und habe aber dann irgendwann gemerkt: Okay, ich brauche einfach noch ein bisschen mehr im Leben und habe super viele Ideen, die ich irgendwie realisieren will oder sehe auch viele Probleme, die man irgendwie lösen kann und habe dann eben Stück für Stück diesen schleichenden Übergang geschafft zur eigenen Firma.

Gluce: Wie ungeduldig bist du auf einer Skala von 1 bis 10?

Tobi: Wen 10 das Höchste ist, dann bin ich auf einer 12. Also ganz klar, furchtbar, ich kämpfe damit auch jeden Tag, ich muss mich damit auch echt immer zusammenreißen und leider kriegt es mein Umfeld auch ganz gut ab. Also meine Co-Founder oder Geschäftspartner, Freunde, Familie, die leiden darunter, ganz klar. Vielleicht auch deswegen diese extrem Sport Komponente, dass ich da dann wieder zur Ruhe komme. Ich könnte auch nie ruhig und still dasitzen, also ganz, ganz heikel.

Gluce: Dein bester Ratschlag in der Geschäftswelt?

Tobi: Mein bester ratschlag in der Geschäftswelt ist ganz klar das Netzwerken. Also ich hab gemerkt, auch in den letzten Jahren, wie weit man kommt, wenn man einfach den richtigen Kontakt hat. Es gibt ja diesen Spruch: „Du bist der Durchschnitt, der fünf Leute die dich umgeben.“ Das sagen ja Viele und ich unterschreibe das zu 100%, weil man ja doch irgendwo immer wieder vor Herausforderungen gestellt ist, wo man nicht weiterkommt. Sowohl mental als auch wirklich physisch oder mit irgendein Produkt und dann ist es halt immer gut zu besprechen, jemanden zu kennen den man fragen kann und das bringt einen in so einer Geschwindigkeit wieder auf so ein ganz anderes Level, das das absolut notwendig ist egal in welchem Bereich, in welcher Lebens Situation.

Gluce: Hast du Erfahrungen mit Blockchain und Kryptowährungen?

Tobi: Blockchain, Krypto… ganz heißes Thema. Finde ich super spannend. Wir benutzen Blockchain bei uns in der Firma auch für das ganze IP-Management. Also die ganzen Ideen, die ich schütze, die lade ich alle auf eine Plattform, die heißt Bernstein und dort wird es dann eingereiht in die Blockchain, also die Idee kriegt ein Zeitstempel. Ich habe das auch schon mal in anderen Podcasts vorgestellt. Aber jetzt so generell ist es aus unserer Gesellschaft irgendwann nicht mehr wegzudenken, das wird mit so einer Lawine jetzt kommen das ganze Thema, da bin ich fest überzeugt. Also allein die ganze Tokenisierung, dass eine Dienstleistung, eine Firma, Anteile usw. irgendwo einen messbaren Wert haben und ein Kuchenstück, an dem dann ein Mitarbeiter teilhaben kann, das ist was Neues und das wird alles revolutionieren. Ich bin sowieso ein Verfechter von dem modernen Arbeitsstil, dass man eben nicht ein Angestelltenverhältnis hat und von einem Arbeitgeber das Geld ausbezahlt bekommt aufs Konto jeden Monat, sondern dass man irgendwo mit seiner Leistung in dem Gebiet performt mit seiner Expertise und dann aber die Möglichkeit hat ein Teil dieser Firma eben zu haben, mit diesem Wert auch zu handeln, zu wachsen, motiviert zu sein. Dass durch seine Leistung, die man einbringt, auch irgendwo dann deshalb der Firmenwert wächst und man dann halt auch selber davon profitiert. Also das ist einfach eine Win-Win-Situation für alle und ich bin gespannt, wo es jetzt die nächsten Jahre hingeht. Also ganz klares Go.

Gluce: Was ist Innovation für dich?

Tobi: Thema Innovation, lehrbuchmäßig ist ja wirklich die Vermarktungfähigkeit einer Idee, also dass man eben einerseits nicht nur als Spinner im Kämmerlein seine Erfindung hat sondern das daraus wirklich ein Produkt entstehen kann, was es noch nicht gibt, was ein Mehrwert hat für die Gesellschaft, was ein Problem löst und mit dem ich letztendlich aber auch Geld erwirtschaften kann, um das ganze eben am Leben zu halten, anzutreiben, zu verbessern. Also das ist ganz klar für mich eine Innovation.

Gluce: Hast du einen Mentor?

Tobi: Also ich habe jetzt keinen Mentor oder irgendjemand bei dem ich jetzt sage, dem mache ich alles nach. Aber ich habe super viele Freunde in verschiedenen Bereichen also sowohl Vermögensmanagement als auch Firmenthemen oder sportliche Angelegenheiten mit denen ich regelmäßig im Austausch bin. Jetzt ist die Frage ob man das Mentor nennt oder Mastermind-gruppe oder wie auch immer. Ich glaube gut ist einfach, dass man darüber spricht über diese ganzen Gedanken und über diese Themen, so dass man weiter kommt und im besten Fall hat der andere ja auch irgendwo was, wo er schon weiter ist, der hilft einem und man selber hilft in einem anderen Bereich, wo man besser ist und so auf die Art und Weise mache ich das ganz gerne.

Gluce: Bitte stelle dein Unternehmen vor:

Tobi: Zum Unternehmen: Ich habe in 2017 die ShredRack GmbH gegründet. Ich hatte schon 2015 die Ideen einen aufblasbaren Dachgepäckträger zu bauen, weil ich viel auf Reisen war, viel auf Contests mit viel Sport Equipment und dann hat nie das ganze Equipment ins Auto gepasst. Vor allem mit Freunden einen Leihwagen zu haben und das alles drauf zu packen. Und dann haben die Jungs halt gesagt: „Hey Tobi, jetzt bau doch mal irgendwie einen aufblasbaren Dachgepäckträger!“ Und so ist es dann passiert und das hat dann auch ganz gut geklappt. Dann haben wir gleich mal ein paar tausend mehr gebaut danach und dann gab es einen schleichenden Übergang. Also ich habe 2016 noch komplett entwickelt und in 2017 dann gegründet und dann ging auch schon so langsam die Produktion los. Ich war ja damals auch noch fest angestellt. Das war dann so ein schleichender Übergang, dass ich meine Zeit runtergefahren habe und irgendwann sind die Aufgaben in der Firma aber so stark angewachsen, dass ich dann irgendwann ganz kündigen musste und dann gingen aber auch schon die ersten Umsätze los. Mittlerweile sind mehrere Marken auch schon drunter, also wir haben zum Beispiel noch Tronature, das wird eine Reise- und Abenteuer-Plattformen, in der viel Content zur Verfügung gestellt wird. Ich möchte mich viel vernetzen mit anderen Filmen, anderen Start-ups und uns gegenseitig vorstellen. Und dann kommt aber noch andere Produkte dazu. Also ShredRack ist eine reine Produktemarke aktuell, also der Dachträger heißt auch ShredRack, aber es kommen noch weitere Produkte dazu im Reise- und Sportbereich, die dann eben quasi entweder als Markenmodul dazu kommen oder als eigene Produkt/Firma oder wie auch immer wir das handhaben werden.

Also mit Tronature sind es vor allem Reisen- und Abenteuerprodukte. Das sind Carbon-Karabiner zum Beispiel, die auch in Deutschland hergestellt werden, da kommen auch aufblasbare Zelte mit derselben Technologie wie der Dachträger. Wir entwickeln gerade einen Poncho der gleichzeitig auch eine Hängematte ist. Also lauter so kleine, innovative Dinge. Gleichzeitig arbeite ich aber in anderen externen Projekten die indirekt aber auch mit uns zu tun haben. Ich arbeite zum Beispiel noch an einem Lavinenrettungssystem, dass ich gerade entwickle.

Gluce: Welche Probleme Hattest du bei deinen Produktentwicklungen?

Tobi: Die Probleme in der Produktentwicklung sind leider oft, dass man den Zeitrahmen sprengt und damit halt auch die Kosten explodieren. Man schaft ja immer irgendwas Neues und man kann nie am Anfang sagen okay in zwei Jahren habe ich das und das fertig entwickelt, weil es kommen auf jeden Fall auf dem Weg Stolpersteine. Also man hat unvorhergesehene Themen, weiß dann nicht weiter, es fehlt an Kreativität, dann kommt mehr Druck, dann gibt es noch weniger Kreativität, dann muss man sich erst wieder lösen und so weiter und da hilft es halt auch wieder Thema Netzwerk, gute Freunde, vernetzt zu sein, über die Themen zu sprechen, sich auszutauschen, Feedback holen und dann kommt man auf neue Ideen, hat aber neue Kontakte von Lieferanten, die in andere Technologie haben oder man findet andere Wege. Da gibt es auch Techniken das zu machen, ich glaube da hat mein eigenes Video darüber machen, aber das sind gerade so die Stolpersteine. Und vor allem hat man halt die Chance in der frühen Phase der Produktentwicklung noch viele Fehler vorauszusehen, zu verhindern, weil wenn man jetzt am Anfang sage ich mal hudelt, schlampig ist, dann entstehen Kosten später, die ich hätte verhindern können. Aber die Kosten später sind so viel größer, als wenn ich vorher schon irgendwie dran gedacht hätte und es gescheit gemacht hätte oder so ungefähr kann man sich das vorstellen und so kann man dagegen vorgehen.

Gluce: Abschließende Ratschläge für deine Erfinder-Kollegen?

Tobi: Sprecht mit den richtigen Leuten. Holt euch die richtigen Partner. Startet nicht auf eigene Faust. Das sind meine größten Learnings. Man steht bei einem Startup vor soviel Entscheidungen die man täglich treffen muss und die Kapazität Entscheidungen zu treffen, die es irgendwann aufgebraucht. Das heißt man muss auf jeden Fall die Bereiche aufteilen. Wir haben es in der heutigen Welt sehr viel einfacher Produkte zu lunchen, auf den Markt zu bringen. Wir haben autonome Systeme in denen Lagerhaltung auch möglich ist. Aber letztendlich: Herausforderungen sind noch genug da, die sind nur anders als früher. Man kommt auch anders an Geld. Aber es sind Herausforderung dar und die brechen einem schnell das Genick. Da draußen in der Welt sind super viele Scharlatane, super viele Leute die wahnsinnig viel Marketingbugwelle vor sich herschieben, gerade was ihre Dienstleistung angeht, ihr Agenturgeschäft in Form von: „Generiere jetzt mit uns passiv xy 1000 Euro im Monat.“ Und so viel gefährliche Angebote, so dass ich einfach nur sagen kann: „Bitte ganz viel Abstand davon! Selber das Wissen aneignen, kurz verstehen, dass man dann wirklich diese Aufgabenpakete einzeln isoliert an einen Partner abgeben kann, an ein Freund der einem hilft, um dann gemeinsam zu starten, weil am Ende ist es doch noch ein echtes Business und nicht irgendeine Agentur Zusammengeklicke und ein Geld-in-Topf-Reingewerfe, das funktioniert nicht. Ganz klar, das ist Geld verbrennen und es ist immer noch ein echtes Geschäft, man muss unternehmerisch handeln können und in die Richtung möchte ich auf jeden Fall appellieren und auch ermutigen.

Gluce: Wo kann man dich erreichen oder mehr über dich erfahren?

Tobi: Wenn ihr irgendwelche Infos habt oder irgendwelche fragen habt, kommt gerne auf mich zu ich habe eine persönliche Webseite, die die nicht immer ganz aktuell ist, auf der stehen auf jeden Fall ein paar Projekte in denen ich gerade drin bin, auch vor allem in verschiedenen Bereichen. Ich bin sonst auf LinkedIn und auf Insta hauptsächlich präsent, habe aber auch einen YouTube-Kanal und die Firmen Webseiten von ShredRack oder Tronature, der Reiseplattform. Wird auf jeden Fall spannend was da alles passiert und da könnt ihr gerne vorbeikommen und Fragen stellen, mich Löcher und besuchen. Ich freue mich auf den Kontakt. Vielen Dank für das Interview.

Links zu Tobi und seinen Unternehmen:

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